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Konzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt und andererFormen des Machtmissbrauchs - Fazenda da Esperança | Familie der Hoffnung

  • 13. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Juni

Wir sind dankbar, heute unser Institutionelles Schutzkonzept vorstellen zu können. Es soll allen Menschen, die auf einer Fazenda da Esperança leben, arbeiten oder dienen, ebenso wie allen Mitgliedern unserer geistlichen

Gemeinschaft Familie der Hoffnung, Schutz, Sicherheit und Orientierung geben.


Aus einem kleinen Anfang in Brasilien ist ein weltweites Netz von Höfen der Hoffnung – den Fazendas da Esperança – entstanden. Ebenso ist unsere geistliche Gemeinschaft Familie der Hoffnung gewachsen, die von der katholischen Kirche anerkannt ist. Auf der Grundlage unseres Leitbildes und unserer Ziele begleiten die Mitglieder dieser Gemeinschaft Menschen in Notlagen, stärken sie und eröffnen hoffnungsvolle, heilsame Wege. Dabei orientieren wir uns an unserem christlichen Weltbild und wollen Nähe, Verbindlichkeit, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Wertschätzung und eine grenzachtende, anti-rassistische, anti-diskriminierende Haltung leben.


Wir wissen, dass uns dies nicht immer gelungen ist. Beziehungen unter Menschen tragen Risiken in sich und

können durch Formen geistlicher oder sexualisierter Gewalt verletzt oder missbraucht werden, was oft tiefes Leid verursacht. Auch in unserer Gemeinschaft ist dies geschehen.


Daraus erwächst für uns die klare Verpflichtung: Mit diesem Schutzkonzept setzen wir alles daran, solche

Formen von Gewalt aufzudecken, Betroffene zu schützen und wirksame Maßnahmen zu entwickeln, damit sich

solche Vorfälle nicht wiederholen.


In Fazenda da Esperança Deutschland haben wir deshalb – aufbauend auf dem internationalen Schutzkonzept –

in einem anderthalbjährigen, partizipativen Prozess intensiv darüber nachgedacht, wie unsere Gemeinschaften

für die Schutzbefohlenen sowie für Haupt- und Ehrenamtliche sicherer werden können.


Eine Risiko- und Potenzialanalyse hat uns dabei geholfen, Risikosituationen und asymmetrische Machtverhältnisse zu erkennen und realistisch einzuschätzen.


Wir danken dem IPA in Bonn für die einfühlsame Begleitung in diesem Prozess, die uns geholfen hat, unseren

Dienst zu reflektieren und weiterzuentwickeln.Ebenso danke wir dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V. in Paderborn für Ihre finanzielle Unterstützung.


Ein ergänzendes Dokument mit konkreten Umsetzungsschritten (Ausführungsbestimmungen) wird insbesondere

den Hofleitungen an die Hand gegeben, die in besonderer Weise für die Umsetzung der Maßnahmen

verantwortlich sind. So soll das Schutzkonzept verbindlich und wirksam im Alltag der Fazendas umgesetzt werden.


Nauen, Juni 2026

Michaela Fikus - Christian Heim

Regionalleitung Europa



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