Sich wie ein geliebtes Kind Gottes fühlen.

13.03.2020

Lk 15,1-3.11-32:

 

In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen.
Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte:
Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne.
Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf.
Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen.
Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht.
Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.
Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon.
Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um.
Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.
Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner.
Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.
Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an.
Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein.
Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern.
Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz.
Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle.
Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat.
Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu.
Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte.
Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.
Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein.
Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

 

“Ich gehe zurück zu meinem Vater“. „Die Aufnahme des zurückkehrenden Sohnes wird rührend beschrieben:„ Er war noch weit weg, als sein Vater ihn sah und er rannte ihm mitleidig entgegen, warf sich um seinen Hals und küsste ihn. “ Wie viel Zärtlichkeit; sah ihn aus der Ferne: Was bedeutet das? Dass der Vater ständig auf die Terrasse ging, um die Straße zu beobachten, um zu sehen, ob sein Sohn zurückkam; Dieser Sohn, der all dies Schlechte getan hatte, aber der Vater wartete auf ihn. Wie schön ist die Zärtlichkeit des Vaters! Die Barmherzigkeit des Vaters ist überfüllt, bedingungslos und manifestiert sich, noch bevor der Sohn spricht. Der Sohn weiß zweifellos, dass er sich geirrt hat und erkennt dies an: "Ich habe gesündigt ... Behandle mich wie einen deiner Angestellten." Aber diese Worte lösen sich angesichts der Vergebung des Vaters auf. Die Umarmung und der Kuss seines Vaters ließen ihn verstehen, dass er trotz allem immer als Sohn galt. Diese Lehre Jesu ist wichtig: Unser Zustand als Kinder Gottes ist die Frucht der Liebe zum Herzen des Vaters; es hängt weder von unseren Verdiensten noch von unseren Gesten ab, und deshalb kann es uns niemand nehmen, nicht einmal der Teufel! Niemand kann uns diese Würde vorenthalten.“ Sich wie ein geliebtes Kind Gottes fühlen. (Papa Francisco – Catequese – 11 de Maio de 2016).

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