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Hof für Frauen - ein altes Ferienhaus am Riewender See.

Fazenda da Esperanca – Riewend

Anfang 1998, während wir die Gründung des Hofes der Hoffnung für die Männer auf Gut Neuhof bei Markee betrieben, bekamen wir die Nachricht, dass für das ca. 20 km entfernte RKW-Haus in Riewend ein neuer Nutzer gesucht wird. RKW´s sind Kinder-Wochen, ein fester Bestandteil der Kinderarbeit der Kirche zu DDR-Zeiten.

Der diözesane Pfadfinderverband hatte auch Interesse. Wir erklärten uns bereit, zu ihren Gunsten zu verzichten. Aber sie fanden bald ein Grundstück, das für ihre Zwecke geeigneter war. So wurden wir uns mit dem Bistum schnell einig über die Nutzungsbedingungen und haben angefangen, Häuser und Anwesen zu renovieren.

Fazenda da Esperanca – Riewend

Bei der Eröffnungsfeier – fast 300 Leute waren erschienen - war das Gelände in Riewend bereits gut durchrenoviert. Bei der Eröffnung haben wir uns besonders über zwei Gäste gefreut, die wir eigens nennen möchten: unser Bischof von Berlin, Kardinal Sterzinsky und der so genannte Speckpater Pater Werenfried van Straaten, der mit seinem Werk „Kirche in Not“ nicht nur unsere Arbeit bei Berlin sondern auf vielen Fazendas der Welt gefördert hat.

Wir begannen in Riewend mit der ersten Gruppe der Jungen zu wohnen, die einschließlich der verantwortlichen Leiter ins alte Jugendhaus zog, während die Franziskanerinnen von Siessen und Au am Inn einen vorhandenen Bungalow auf dem Grundstück als ihre Wohnung übernahmen. Jeden Tag fuhren die jungen Männer – zunächst eine ganze Truppe Brasilianer und zwei Deutsche - mit dem VW-Bus zur Arbeit nach Gut Neuhof. Inzwischen war auch die Familie, die das Grundstück über viele Jahre gepflegt und betreut hatte, aus dem Haupthaus ausgezogen. Im Dezember 1999 zogen die jungen Männer endgültig nach Gut Neuhof.

Anfang des Jahres 2000 kamen die ersten Brasilianerinnen mit Luci, der Gründerin der Frauenarbeit, in Riewend an. Luci hatte bereits beim Goethe-Institut einen Deutschkurs erfolgreich abgeschlossen. Sie sammelten junge Frauen, Abhängige mit Drogen-, Mager-, Tabletten- oder Alkoholsucht. Ein bis zwei kamen und dann wurde es ein geduldiges Warten.

Fazenda da Esperanca – Riewend

Heute sind ständig 12 bis 16 junge Frauen, auch solche mit Kindern, und eine ganze Reihe von Freiwilligen dort. Jede lebt in der Gemeinschaft, jede versucht ein neuer Mensch zu werden und zu sein, geschenktes und verschenktes Leben für die anderen. Die meisten suchen auch nach Abschluss des Jahres Kontakt. Sie rufen an und fragen nach dem Wort, das heute „dran“ ist, um aus der Kraft der Gemeinschaft den eigenen Alltag zu gestalten.

Das alte Kinderhaus ist inzwischen Arbeits- und Gästehaus geworden.

Die Leitung ist heute in der früheren Einliegerwohnung vorn im großen Haus untergebracht und die jungen Frauen, Rekuperantinnen und Freiwillige, sind im großen Haupthaus.

Auf dem Hof können heute 16 Bewohnerinnen leben, aufgeteilt in zwei Wohngruppen. Sie versorgen sich selbst durch ihre Arbeit: Sie kochen, waschen, bügeln, pflanzen Gemüse an, versorgen die Tiere, verrichten Handarbeiten und Auftragsarbeiten für Dritte und sie verkaufen selbst hergestellte Produkte wie Marmelade, Saft und Kunsthandwerk auf Märkten, in Gemeinden und bei Verbänden.

Fazenda da Esperança Riewend

Anschrift und Kontakt

Fazenda da Esperança – Riewend
Linder Weg 5
14778 Päwesin, OT Riewend
Tel.: 033838-40304
Fax: 033838-40319
E Mail: riewend@fazenda.de

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