» Gut Neuhof

Gut Neuhof war ein sehr heruntergewirtschafteter, fast verfallener Gutshof, 30 km westlich von Berlin, 2,5 km entfernt von Markee bei Nauen, das kurz nach der Wende das endgültige wirtschaftliche Aus bekommen hatte, und als illegale Müllhalde benutzt wurde.

Fazenda da Esperanca – Gut Neuhof

Wir haben die Gebäude des Gutshofes mit 3,5 ha Land 1998 von der Treuhand (BVVG) gekauft, nachdem wir einen Spender gefunden hatten. Wir wollten mit jungen Leuten bewusst nichts "Fertiges" beginnen, sondern selbst etwas aufbauen. Die Gebäude auf Gut Neuhof boten eine gute Chance für umfangreiche Entwicklungen.

Die Brasilianer, unsere Partner von den Fazendas da Esperança, schickten im Laufe von 2 Jahren 30 Jugend-liche, die jeweils von einem Monat bis zu einem Jahr als freiwillige Helfer blieben. Vom Quartier in Riewend fuhren wir täglich 20 km nach Gut Neuhof und begannen dort mit Aufräum- und Sanierungsarbeiten. 1 1/2 Jahre wurde vorwiegend Müll weggeräumt. Die schwierigste Aufgabe war die Wasserversorgung. Wir mussten 2,5 Km Leitungen für Frischwasser und Abwasser bis Markee bauen, 1,20 m tief. Drei große Scheunen bekamen neue Dächer, um die Bausubstanz zu retten. Ein Zweifamilienhaus wurde vollkommen saniert und das Dachgeschoß ausgebaut. Zwei Wohngruppen haben darin Platz. Im Dezember 1999 zogen dort erstmals junge Rekuperanten mit ihren Verantwortlichen ein.

Fazenda da Esperanca – Gut Neuhof

In der ersten großen Scheune konnten wir im Obergeschoss inzwischen drei Wohnungen für Rekuperanten ausbauen. Im Erdgeschoss bauten wir eine Großküche, die Fleischerei und ein Saal aus. Auf dem Hof wurde im Zuge der inneren Erschließung eine zentrale Wasserversorgung, ein Abwasseranschluss und ein Heizungssystem für alle Gebäude geschaffen.

Auf dem Land begann der Gemüse- und Futteranbau, ein alter Stall wurde für die Tierhaltung hergerichtet, für Hühner, Gänse, Enten, Ziegen, Schafe und Schweine.

Auf dem Hof können 36 Bewohner leben, aufgeteilt in drei Wohngruppen. Sie versorgen sich selbst durch ihre Arbeit: sie kochen, waschen, arbeiten in der Fleischerei, Bäckerei, Töpferei, bewirtschaften Hof und Garten, versorgen die Tiere und bauen die Gebäude weiter aus, erledigen Auftragsarbeiten für Dritte.

Im August 2005 hatten wir 220 Gäste von 33 Fazendas aus der ganzen Welt für 10 Tage zur Jahreshauptversammlung der "Familie der Hoffnung" auf Gut Neuhof. Bis dahin konnten wir das sogenannte Brot-Haus (Kapelle und Bäckerei mit Café-Raum), ein Abriss und Wieder-Aufbau für ein Büro und Gästehaus (Haus Bonifatius) fertig stellen.

Fazenda da Esperanca – Gut Neuhof

Und die weitere Entwicklung:

Natürlich wünschen wir uns, dass auch das große Haus 2 neuen Glanz bekommt. Nicht wegen des Glanzes, sondern weil wir Funktionsräume brauchen. Wäscherei, Bügelraum, Trainingsraum mit Geräten, Töpferei, Übernachtungsplätze für Gruppen, die uns immer wieder besuchen wollen, kleine Werkräume usw. Alles das entwickelt sich allmählich zu einem Gesamtkonzept, zu dem auch Umkleideräume für die Arbeit gehören und ein Arbeitssaal, vermutlich im vorderen Anbau des Gebäudes.

Jeden Sonntag ist unser Hofcafé von 14.00h an geöffnet, um 17.00h feiern wir den Sonntagsgottesdienst. Aber auch über diese Zeiten hinaus steht der Hof jedem Interessierten Besucher oder jeder Gruppe offen, für Besuch, Einkehr oder Station auf ihrem Weg.

Fazenda da Esperanca – Gut Neuhof

Anschrift und Kontakt

Fazenda da Esperança – Gut Neuhof
Neuhof 2
14641 Nauen, OT Markee
Tel.: 03321-451200
Fax: 03321-451202
E Mail: gut-neuhof@fazenda.de

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